Evangelische Kirchengemeinde Gönningen


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Posaunenchor Gönningen





Der Posaunenchor Gönningen hat zur Zeit 12 Bläser, die sich mittwochs um 20.00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Gönningen, Hauptstr. 23 (in den Sommermonaten in der evangelischen Kirche, Kirchstr. 3), zur Übstunde treffen unter der Leitung von Annette Fischle.
Der Chor gestaltet im ca. monatlichen Turnus einen Gottesdienst mit, spielt Ständchen bei Altersjubilaren im Ort, nimmt an verschiedenen örtlichen und kirchenbezirklichen Veranstaltungen teil oder gestaltet sie musikalisch mit.
Meist am dritten September-Sonntag gibt es am Roßberg-Wanderparkplatz einen Gottesdienst im Grünen mit dem Chor.
Wir laden Sie herzlich ein, rein zu schnuppern, dazu zu kommen!
Oder schicken Sie uns eine Mail - oder melden Sie sich über das Pfarramt (07072-2365)!
Wir freuen uns auf Sie und Dich!
Und übrigens: Es besteht bei uns die Möglichkeit, ein Instrument zu lernen in einer "Jungbläserschulung"!
 
Dirigentin ist seit 2014 Annette Fischle
 

 
Vorstand ist Klaus Weidle
 

 

Ostern 2016
Am Ostersonntagmorgen, um 8.00 Uhr in der Frühe, traf sich der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Gönningen zum zweiten Mal in Folge auf dem Gönninger Friedhof zum so genannten Kurrendeblasen, eine Tradition, die wir sehr gerne wieder in Gönningen aufleben lassen wollen. In und um den Friedhof erreichten unsere Bläserklänge Zuhörer, unter ihnen auch Hundegassigänger, die spontan stehen geblieben waren, um unserer Musik zu lauschen. Sogar einen Zuhörer aus Amerika hatten wir, der sich über unsere Musik sehr freute!

 
Im Anschluss an das Musizieren im Freien ging es für die Posaunenchörler weiter in die benachbarte katholische Kirchengemeinde St. Michael zum gemeinsamen Osterfrühstück. Zunächst bedankte sich der Posaunenchor dort musikalisch mit einem kleinen Ständle im Franziskussaal. Auch die Zuhörer gaben ihr bestes und sangen zu unserer Freude bekannte Lieder mit. Wir wurden zum Osterfrühstück wieder sehr herzlich empfangen und bewirtet, dafür noch einmal ein dickes Vergeltsgott!

 
Kurz nach 9.00 Uhr hieß es dann für die Bläser weiter zum nächsten musikalischen Einsatz zu ziehen, dem Ostergottesdienst in der evangelischen Peter und Paul Kirche.
Ausblick: Am Sonntag, 17. April 2016 gestaltet der Posaunenchor u.a. den Tulpengottesdienst musikalisch mit.
Aufruf: Wir planen auch in diesem Jahr wieder eine Posaunenchor-Abendmusik durchzuführen. Der Termin ist Sonntag, 23. Oktober 2016. Dazu laden wir alle, auch ehemalige Posaunenchorspieler ein, die Lust haben, uns bei diesem Konzert zu unterstützen. Wir proben immer mittwochs von 20.00 bis 21.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus.
 

Der Terminüberblick:
(als Beispiel für ein Chorjahr incl. der 2014er-Termine)

Ein historischer Beitrag zur Posaunenarbeit in Deutschland (Bayerischer Rundfunk 8.6.2014):

zum Abspielen (Download über Rechtsklick)
 

Ein musikalischer Einblick:

Posaunenchor Gönningen im Konfirmationsgottesdienst am 25. Mai 2014
 

 

Ein aktueller Einblick:
 

 
Posaunenchor Gönningen umrahmt musikalisch die Eröffnung der 10. Gönninger Tulpenblüte (13. April 2014)
Es ist in Gönningen zu einer schönen Tradition geworden: Der Posaunenchor spielt nach dem Tulpengottesdienst, den er ebenfalls musikalisch mitgestaltet, im Freien zur Eröffnung der Tulpenblüte auf. So wurden die einzelnen Begrüßungsreden von Hartmut Fetzer vom Tulpenblüte Gönningen e. V. und Bezirksbürgermeisterin Christel Pahl nicht nur vom absolut herrlichen Wetter begleitet, sondern zudem noch vom Posaunenchor musikalisch umrahmt. Da konnte man den flotten Marsch "Auf großer Fahrt" hören, oder das Volkslied "Im schönsten Wiesengrunde" und spätestens beim Erklingen der "Gönninger Hymne" "Wo des Roßbergs Haupt sich hebet" durfte jedermann, jede Frau und jedes Kind lauthals mitsingen.
 

Ein historischer Rückblick aus der Feder des damaligen Chorleiters 1992, Walter Schneider:
 
"Am 1. Februar 1925 wurde unter Leitung von Christian Henes, Leiter des Jünglingsvereins, und 8 jungen Männern, die bereit waren, das Spielen eines Blechblasinstrumentes zu erlernen, der Posaunenchor Gönningen gegründet.
Als Richtschnur ihrer Aufgabe und ihres Dienstes wurde die Satzung des Jünglingsvereins übernommen und um 10 Punkte erweitert, die jeder zukünftige Bläser zu unterschreiben hatte.
Das Einstiegsgeld betrug 10 Mark.
Christian Henes übernahm den theoretischen Unterricht wie Notenlesen, Griffe einüben etc.
Was noch fehlte waren Instrumente und zum Kauf derselben das nötige Geld.
Die Mitglieder des Posaunenchores entschlosssen sich, eine Sammlung im ganzen Dorf durchzuführen, an deren Ende sie die stolze Summe von 400 Mark beisammen hatten.
Dieses Ergebnis war auch ein Beweis dafür, daß die Einwohnerschaft von Gönningen ein Interesse am Zustandekommen eines Posaunenchores zeigte.
Dennoch reichte das Geld noch nicht aus, um alle vorgesehenen Instrumente zu kaufen.
Da entschlossen sich zwei Bläser, ein eigenes Instrument zu kaufen, so daß der Chor in der vorgesehenen Instrumentierung angefangen werden konnte.
Alles war nun vorhanden: junge Männer, die mit Begeisterung dabei waren und Griffe übten, Noten lernten - nur kein Chorleiter, der den Chor anleiten konnte.
Diesen nicht ganz leichten Dienst übernahm Georg Haid, Straßenwart, der früher dem Posaunenchor Pfullingen angehörte.
Somit war Georg Haid der erste Dirigent und Chorleiter des Posaunenchores Gönningen.
Dieses Amt übte er bis zum 7. Juni 1934 aus.
Donnerstags wurde im Pfarrhaus geübt und sonntags früh in der Pappenfabrik und später auf der Säge.
In der Chronik des Chores steht: "Zu beneiden war die Pfarrfamilie Schüle nicht um die abendlichen Konzerte, die die Anfänger ihnen gaben." Der erste große, öffentliche Auftrit des Posaunenchores war der 19. September 1926 am Evang. Jugendtag, der auf dem Scheibenwasen abgehalten wurde und vom CVJM und dem damaligen Jungfrauenverein veranstaltet wurde.
Als Gäste kamen unter anderen der Posaunenchor Kusterdingen, Gomaringen, Genkingen und Undingen.
Aus dem Erlös des Tages wurde ein weiteres Instrument gekauft.
Nach der ersten Euphorie kam es 1927 zu einem gewissen Mitgliederschwund, der u.a. mit der Gründung eines Musikvereins zusammenhing.
Am 6. November 1926 wurde der Posaunenchor zusammen mit dem CVJM aufgelöst und am 13. März 1927 unter anderen Voraussetzungen und Grundlage neu gegründet.
Der Posaunenchor bestand in dieser Zeit noch aus 6 Bläsern.
In den folgenden Jahren nahm der Chor an Bläsern zu, so daß der Bestand des Chores mit guter Aussicht gesichert war.
Ein Höhepunkt in der jungen Chorarbeit war der Besuch des unvergessenen Landesposaunenwartes Herrmann Mühleisen im September 1930, der dann anfang Dezember 1934 einen Posaunenlehrgang in Gönningen durchführte, der mit einer Posaunenfeierstunde in der Kirche abschloß.
Vom 1. September 1934 bis 16. Juni 1977 leitete Otto Kemmler als Chorleiter die Geschicke des Posaunenchores.
Das 1ojährige Jubiläum des Chores wurde am 10. März 1935, verbunden mit einem Bezirksposaunentag, feierlich begangen.
Begonnen hatte der Festtag mit einem Kurrendeblasen an verschiedenen Plätzen der Gemeinde Gönningen, anschließend war Festgottesdienst .
In den folgenden Jahren wurde der Posaunenchor weiter zu einem festen Bestandteil des Gemeindelebens bei Gottesdiensten und auch anderen Veranstaltungen auf Bezirks- und Landesebene.
Die Ausdehnung des Militärdienstes und die Kriegsjahre blieben für den Posaunenchor nicht ohne Folgen.
Nur noch 5 Bläsern war es vergönnt, die Chorarbeit aufrecht zu erhalten.
Freilich waren diese mit ganzem Ernst und ganzer Freude dabei, so daß sogar Fußwege von bis zu 10 Kilometern gerne in Kauf genommen wurden.
Der Posaunenchor blieb vom Propagandafeldzug der NSDAP nicht verschont und spielte sogar an ihren Heldengenktagen nicht nur Choräle.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Chorarbeit 1946 wieder aufgenommen und eine neue Generation zog in den Chor ein, wobei es vielfach die Söhne der Gründerväter waren.
Zum 13. Landesposaunentag im Mai 1948 fuhr der ganze Chor auf einem offenen Holzvergaser-Lastwagen.
Wie in jedem Chor gab es manchen Wechsel bei den Mitgliedern .
Es erfüllt aber heute mit Freude und Dank, daß der Chor weiter bestehen und seinen Dienst in Kirche und Gemeinde erfüllen konnte.
Am 16. Juni 1977 wechselte die Verantwortung in der Führung des Chores.
Vorstand ist seither Gotthilf Haid, ein Enkel des ersten Dirigenten, die Chorleitung liegt bei Walter Schneider, Kassier ist Bruno Kemmler, Sohn des vorherigen Chorleiters.
Die Zeiten und die Menschen haben sich geändert.
Die Aufgabe und die Zielsetzungen des Posaunenchores sind aber auch 1992 die gleichen: wir spielen zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen."
Walter Schneider folgte übrigens Martin Zirngibl als Chorleiter nach; seit 2014 dirigiert erstmals eine Frau: Annette Fischle.



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