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"Gemeindearbeit mit einer Internet-Homepage"

Beitrag für das "Netzwerk Gemeindepraxis" 2/1998, KOGNOS-Verlag, Stadtbergen, kognos@t-online.de

 

  1. kurze Einführung
  2. Seit meinem Wechsel nach Reutlingen-Gönningen Mitte 1995 habe ich eine Internet-Homepage über die Kirchengemeinde, den Ort sowie meine eigenen Aktivitäten erarbeitet. Anfang 1998 haben sich die Zugriffszahlen bei fast zehn Besuchern pro Tag stabilisiert; für eine private Homepage eine m. E. beachtliche Zahl. Dabei reicht die lokale Streuung von Peru über Michigan (USA) Norddeutschland bis (natürlich) in die eigene Gemeinde.

    Die Seite habe ich mit einigen grundlegenden HTML-Kenntnissen, der Programmiersprache des Internets, (und dem Windows-Notepad) selbstgestrickt und regelmäßig fortentwickelt. Sie wird mindestens wöchentlich aktualisiert; z. B. stelle ich alle Predigten, Schulgottesdienste, Gemeindebriefe u. ä. ein, alles, was so in der Gemeindearbeit anfällt und für die Besucher interessant sein könnte. Die Hauptzielgruppe ist dabei natürlich die im Internet am größten vertretene Gruppe: Männer, mittleres Alter, gehobene Bildung eine Zielgruppe, die in der Kirche ja sonst nicht gerade überrepräsentiert ist.

  3. die Page nutzen, Tips
  4. Wie läßt sich eine Internet-Homepage nutzen, wozu kann sie gut sein? Hier einige Beispiele.

    1. Kontakte
    2. A und O ist natürlich, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Diese Kontakte können zu Erfahrungs- und Informationsaustausch führen, leichte Rückmeldemöglichkeiten (ein EMail-Danke für den schönen Heiligabend-Gottesdienst) eröffnen und vielleicht sogar "leibhaftige" Begegnungen: Mittlerweile kenne ich meinen "Internet-Freund" Andrew aus USA auch persönlich und vielleicht wird sogar aus unserer Gemeinde-Begegnungs-Reise etwas ...

    3. Internet-Predigt-Vorgespräch
    4. Zum Bußtag habe ich einigen Personen, deren EMail-Adresse ich hatte, eine Mail geschickt mit dem Predigttext und der Bitte, mir ihre Einfälle und Anmerkungen dazu zu senden. Meine Predigt konnte ich mit einem Beispiel meines Hausarztes beginnen, im Hauptteil auf die Exegese eines Amerikaners zurückgreifen und am Schluß noch aus dem Alltag eines Gymnasial-Lehrers erzählen; das Ganze was natürlich auf meiner Homepage nachzulesen.

    5. Newsletter-Liste aufbauen
    6. Mittlerweile ist mein EMail-Adreßbuch gut gefüllt. Ich habe die Adressen zu Gruppen zusammengefaßt: So kann ich beispielsweise gezielt Pfarrer-Kollegen anmailen, um ihnen Infos oder Anfragen zukommen zu lassen. Außerdem informiere ich alle Interessierten über Änderungen an der Homepage oder News aus der Kirchengemeinde. Dazu habe ich auf meiner Seite ein Formular, durch das die Newsletter-Liste abonniert werden kann.

    7. HTML als Standard-Format, das an Interessierte weitergegeben werden kann
    8. Das HTML-Format hat sich zu einer universellen Sprache entwickelt, die leicht weiterzugeben ist und praktisch von jedem genutzt werden kann. So verweise ich auf meine Page in den Briefen an die Neuzuziehenden und biete ihnen auch an, sie ihnen auf Diskette zukommen zu lassen.

    9. Internet-Projekt an der Schule
    10. An der Hauptschule, an der ich unterrichte, habe ich meine Erfahrungen mit dem Medium für ein Projekt genutzt. Im Rahmen der Projektwoche lud ich dazu ein, das Netz ein bißchen kennenzulernen und die eigene Schule zu präsentieren. Durchgeführt wurde das Projekt in meinem Büro (dort steht mein PC) und im nahegelegenen Internet-Café des Stadtjugendwerkes. Gerade für "unvernetzte" Hauptschülerinnen (sieben Mädchen hatten sich angemeldet, ein Junge) eine wichtige Sache!

    11. Zähler und Gästebuch
    12. Unter http://www.b-online.de erhalten Sie einen Zähler, damit Sie auch wissen, ob Ihre Page genutzt wird. Dort erhalten Sie auch die Möglichkeit, ein Gästebuch einzurichten eine schöne Sache, siehe http://ourworld.compuserve.com/homepages/Alexander_Behrend ...

    13. Guided Tour
    14. Eine kleine "Erfindung" von mir (zumindest was die Verwendung auf einer Homepage anbelangt): die "Guided Tour", eine "geführte Tour" durch meine Seite, die mit den verschiedenen Themen und den Aufbau der Site bekannt macht über Hyperlinks leicht zu realisieren.

  5. die Page bekannt machen
  6. Was nützt die schönste Page, wenn sie keiner nutzt. Deshalb ist gerade für "private" Seiten (die nicht so schöne Namen wie "www.microsoft.com" haben und sich somit fast von selbst finden lassen) ein gutes "Marketing" wichtig. Hier einige Tips.

    1. lokale Infos
    2. Falls es an Ihrem Ort noch keine einschlägige Seite gibt, bauen Sie eine Info-Seite über Ihren Ort auf, der z. B. Infos über Geschichte, Vereine usw. beinhaltet. Damit wird Ihre Seite auch für Leute interessant, die nicht primär wegen des kirchlichen Angebots kommen.

    3. Lokalpresse
    4. Der Lokalpresse ist eine gut gemachte Page oft ein Bericht wert. Schaffen Sie ggf. einen Anlaß! Ich hatte einen großen Artikel zu meinem "ersten Internet-Geburtstag" in unserer Lokalzeitung.

    5. Suchdienste
    6. Das Anmelden der Seite in den Suchdiensten ist selbstverständlich. Beachten Sie auch, den Kopf Ihrer Leitseite möglichst üppig mit KEYWORDS auszustatten: <META NAME="KEYWORDS" CONTENT="Kirche, Gemeinde, Theologie, Behrend, Church, Christ, Christentum, Chritianity, Christian, Theology, Neues Testament, Bibel, Klepper, Projekt, neu anfangen, Mann, Maenner, Jesus, Christus, Christ, Reutlingen, Goenningen, Samenhandel, Kindergarten, Konzeption, Sozialethik, Sozialwort, Abend, Besuchsdienst, Johannes, John, Konfirmation, Luther, Musik, Music, Weihnachten, Chrismas, Markus, Mark, Orgel, Organ, Predigt, Preaching, Projekt, Schule, Taufe, Exegese, project, man, men, kindergarden ">

    7. Teilnahme an Mailing-Listen
    8. Nehmen Sie an einschlägigen Mailing-Listen teil; z. B. Chr-Webinfo (Chr-Webinfo@nrw-online.de Betreff: SUBSCRIBE). Sie bekommen Kontakte und können Infos über Ihre Page veröffentlichen. Weitere Mailing-Listen finden Sie unter http://www.raesfeld.de/kirchen/stmartin/links/mail/.

    9. örtliche Mitteilungsblätter
    10. Nutzen Sie das örtliche Mitteilungsblatt und "Gemeinde-Wegweiser" zum Bekanntmachen der Seite!

    11. Einstellen von Beiträgen (und expliziten Page-Beschreibungen) in (Compuserve-)Foren
    12. Nutzen Sie ggf. die Foren von Compuserve (GO GERLINE) oder AOL und stellen Sie natürlich mit einem entsprechenden "Werbe-Header" versehen! Ihre Predigten oder anderen Beiträge dort ein.

    13. Gemeinde-Web-Ring
    14. Nehmen Sie am Gemeinde-Webring teil: http://home.t-online.de/home/michael.nitzke/webring.htm!

    15. Verlinken und Verlinken-Lassen (Nachbarorte, andere Kirchengemeinden ...)
    16. Das Internet lebt von der Hyperlinks: Nehmen Sie Links in Ihre Seite auf natürlich auf Gegenseitigkeit: die verlinkte Seite verweist dann auch auf die Ihre.

    17. Preisausschreiben
    18. Bei einem Preisausschreiben, das ich durchgeführt habe, ging der erste Preis (eine CD, produziert in unserer Kirche) nach Kalifornien, der zweite an die Nordsee, der dritte in die Nachbargemeinde. Die Aufgabe mußte natürlich mit Hilfe von Informationen aus der Homepage gelöst werden.

  7. Erfahrungen
  8. Als Kirchengemeinde und Pfarrer ist das Internet eine Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen: zu Kollegen (und die Räder nicht immer doppelt zu erfinden); zu Gemeindegliedern, die sonst nicht erreichbar sind; zu Leuten jenseits des eigenen Kirchturms.

    Letztlich lebt die ganze Sache von der Aktualität und Weiterentwicklung Ihres Angebotes! Ich stelle regelmäßig meine Sonntags-Predigten am Freitag davor (oder früher) ein. Außerdem wird die Seite ca. wöchentlich aktualisiert.

  9. Zugabe ...