"neu anfangen - Christen laden ein zum Gespräch"
- Ein Überblick der Katholischen Glaubensinformation (kgi)

- von Michael Belzer

Vorwort

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Viele Menschen fragen heute angesichts der gesellschaftlichen und weltweiten Entwicklungen (Arbeitslosigkeit, ökologische Krise) nach Sinn, nach einem Grund und Halt für ihr Leben. Was bringt das nächste Jahrtausend? Welche Rolle spielt zukünftig das Christentum?

Christinnen und Christen sind herausgefordert, ihren Glauben zu leben, zu artikulieren und sich im Dialog mit den Zeitgenossen den gemeinsamen Herausforderungen zu stellen.

"neu anfangen - Christen laden ein zum Gespräch": so heißt der vollständige Titel des Projekts. Es geht nicht um Belehrung der einen durch die anderen, sondern um echte Begegnung: "Wir müssen mit den Menschen auf Augenhöhe gehen", formulierte es ein Mitarbeiter. Wie das bei neu anfangen gelingen kann, davon möchte dieses Heft einen kleinen, vorläufigen Eindruck vermitteln.

neu anfangen ist nur eines der zahlreichen Projekte, die zur Zeit in der kirchlichen Landschaft Deutschlands anzutreffen sind. Es gibt Glaubenskurse ("Christ werden - Christ bleiben"), kommunikative Projekte ("Brücken bauen"), Großevangelisationen ("Pro Christ"), Alpha-Kurse, Gemeindepflanzungen ("church planting"), Gemeindemissionen und Gemeindeerneuerungsprojekte - missionarische Unternehmungen in verschiedener Gestalt und mit unterschiedlicher Intention.

neu anfangen ist also ein Weg unter vielen. Um so wichtiger ist es, zu beschreiben, was das Wesen dieses Projektes ausmacht. Was kann und will neu anfangen im Unterschied zu anderen Aktionen und Unternehmungen leisten?

Dieser Prospekt will über das ökumenische Projekt neu anfangen informieren und dazu helfen, sich bewußt für (oder gegen) die Durchführung (bzw. Teilnahme an) der Aktion zu entscheiden.

neu anfangen - ein ökumenisches Projekt

"neu anfangen - Christen laden ein zum Gespräch" ist ein ökumenisches, konfessionsübergreifendes Projekt evangelischer, römisch-katholischer und freikirchlicher Gemeinden.

Eine der wesentlichen Voraussetzungen für seine Durchführung ist die aktive Mitarbeit von Ehrenamtlichen in allen Bereichen des Projekts.

neu anfangen will auf eine andere Weise als traditionelle Gemeindearbeit Menschen zum Gespräch über den christlichen Glauben einladen.

Dazu werden zunächst alle Haushalte in einer Region angerufen. Es wird über das Projekt informiert und zur weiteren Information und Vertiefung der Fragestellungen ein Projektbuch angeboten. In diesem für jedes Projekt neu erstellten Buch berichten Menschen aus der Projektregion über ihr Leben und ihren Glauben. Interessenten, die das Projektbuch erhalten haben, werden nach einiger Zeit erneut angerufen und zu Gesprächsrunden eingeladen. An fünf bis sieben Abenden treffen sich kleine Gruppen, um in privater Atmosphäre miteinander über Fragen des Lebens und des Glaubens zu sprechen.

Evangelische, katholische und freikirchliche Gemeinden beraten und entscheiden, ob sie sich dem Projekt anschließen. Auch Einzelpersonen aus unbeteiligten Gemeinden sind zur Mitarbeit eingeladen. Delegierte aus den beteiligten Gemeinden wählen in der Vertreterversammlung einen Leitungskreis, der das Projekt koordiniert und in der Öffentlichkeit vertritt.

Es bilden sich Ausschüsse, die die Mitarbeiterschulung vorbereiten, den technischen und organisatorischen Ablauf des Projektes planen, die Öffentlichkeitsarbeit initiieren und das Projektbuch erstellen.

Auf gemeinsamen Mitarbeitertagen, Seminaren und Wochenenden lernen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen. Während eines längeren Zeitraums bis zum Start der Telefonaktion bereiten sie sich für die verschiedenen Aufgaben im Projekt vor.

Ehrenamtliche und Hauptamtliche gehen miteinander einen Weg, der neue Entdeckungen verspricht, Begabungen erkennbar werden läßt und ungewöhnlichen Arbeitsformen Raum gibt.

Was macht neu anfangen zu neu anfangen?

neu anfangen lebt von motivierten und dialogbereiten Christen

"neu anfangen - Christen laden ein zum Gespräch", deshalb braucht das Projekt dialogbereite Frauen und Männer, die als Christen gesprächsbereit und gesprächsfähig sind.

Dialogfähigkeit ist zum einen für den inneren Prozeß der Projektdurchführung notwendig: Christen verschiedener Konfessionen, die das Projekt gemeinsam durchführen, müssen 'unterwegs' das Gespräch untereinander führen, wenn es zu einem Miteinander im Projekt kommen soll.

Dialogbereitschaft ist ebenso die Voraussetzung für eine wirkliche Begegnung mit denen, die zum Gespräch eingeladen werden - am Telefon, beim Überbringen des Taschenbuches, in den Wohnzimmerrunden. Schulungen helfen dazu.

neu anfangen lebt von der ökumenischen Ausrichtung

Daß sich römisch-katholische Pfarrgemeinden, evangelisch-landeskirchliche und freikirchliche Gemeinden an der Aktion beteiligen, ist ein deutliches öffentliches Signal: Christen verschiedener Herkunft und Prägung verbindet der gemeinsame Wille, öffentlich für das Evangelium einzustehen.

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kirchen werden als Reichtum der Gemeinde Jesu Christi produktiv miteinander ins Gespräch gebracht, ohne zu verwischen.

neu anfangen lebt von dem Willen zur Grenzüberschreitung

Es gehört zu den Essentials des Projekts, daß alle TelefonbesitzerInnen einer Region angerufen werden. Über Telefon (und Taschenbuch) werden die Menschen erreicht, die zu den sogenannten "treuen Kirchenfernen" gehören, aber auch die, die keiner christlichen Kirche (mehr) angehören. Mit ihnen wird das Gespräch über den Glauben neu (oder erstmalig) angefangen.

Dahinter steht die Überzeugung, daß es der Auftrag der Christen ist, das Evangelium ins Gespräch zu bringen - und daß eine solche Begegnung für alle Beteiligten eine lohnende Sache ist.

Der Wille zu einer Überschreitung der Grenzen bisheriger Gemeindearbeit gehört wesensmäßig zu neu anfangen.

neu anfangen lebt von einem dialogischen Missionsverständnis

neu anfangen zielt auf die "Kommunikation des Evangeliums". Voraussetzung für einen gelingenden Kommunikationsprozeß ist, daß sich alle Beteiligten auf Begegnung und Dialog einlassen, die sie verändern - wenn es denn wirklich zum "Gespräch" gekommen und nicht bei einer einseitigen "Bezeugung" des Evangeliums geblieben ist.

neu anfangen geht davon aus, daß die Wahrheit des Glaubens immer wieder neu in der jeweiligen Situation erschlossen werden will: Was das Evangelium für heute bedeuten und bewirken kann, wird bei neu anfangen im Gespräch entdeckt und eröffnet.

neu anfangen lebt vom Miteinander Haupt- und Ehrenamtlicher auf allen Ebenen der Entscheidung, Planung und Durchführung.

Nicht nur weil neu anfangen von den hauptamtlichen MitarbeiterInnen der beteiligten Gemeinden einer Region allein gar nicht durchzuführen wäre, ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen selbstverständlich und wird im Projekt eingeübt bzw. vertieft.

Der missionarische Auftrag der Kirche kann nur von allen ihren Gliedern gemeinsam wahrgenommen werden. Die ganze Gemeinde ist Trägerin der Mission Gottes in dieser Welt.

neu anfangen fördert den Einsatz der Gaben aller Beteiligten. Im Prozeß der Entscheidung, Planung und Durchführung des Projektes sind die Ehrenamtlichen auf allen Ebenen gleichberechtigt. neu anfangen (wie Projektarbeit überhaupt) wird dadurch möglich, daß Personen zu Beteiligten werden und so ihre je eigene Kompetenz entfalten und einbringen können.

neu anfangen lebt von einer regionalen Öffentlichkeitsarbeit

neu anfangen macht den christlichen Glauben für eine bestimmte Zeit in einer ganzen Region zum Thema. Deshalb gehört zu dem Projekt, daß in einem möglichst klar abgegrenzten Bezirk (einer Stadt oder eines Kreises) eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit (Plakate, Zeitung, Rundfunk ...) stattfindet, in der die Menschen mit dem Projekt und seiner Absicht vertraut gemacht und auf die Telefonanrufe in der sogenannten "heißen Phase" vorbereitet werden. Die Akzeptanz von neu anfangen ist um so höher, je mehr Menschen sich schon informiert fühlen, wenn sie der erste Anruf erreicht. - Die projektbezogene Öffentlichkeitsarbeit vermittelt schon viel davon, wie die Christen den Menschen begegnen.

neu anfangen lebt von veröffentlichten religiösen Erfahrungsberichten, die ortsgebunden sind und mit denen zum Dialog eingeladen wird

neu anfangen bringt den Glauben in vielfältiger Gestalt ins Gespräch

Christinnen und Christen aus der Region berichten von ihren Erfahrungen als Glaubende. Die (30-40) Berichte, die in einem Taschenbuch zusammengestellt werden, machen deutlich, daß der eine Glaube in verschiedener Art und Weise ge- und erlebt wird. Das unterscheidet neu anfangen von klassischen Evangelisationsformen, die stärker durch das Gegenüber von Verkündiger und HörerInnen bestimmt werden.

neu anfangen lebt von Gesprächsgruppen in privaten Wohnzimmern

Der Vielfalt der Erfahrungsberichte eines Taschenbuches entspricht die Vielzahl und Verschiedenartigkeit der Wohnzimmerrunden, zu denen für das Gespräch "über Gott und die Welt" eingeladen wird.

"Christen laden ein zum Gespräch" - und das findet bewußt nicht in kirchlichen, sondern in privaten Räumen statt: es geht bei neu anfangen um die "Begegnung auf Augenhöhe" mit den Menschen, die sich einladen lassen.

Welchen Gewinn bringt das Projekt neu anfangen?

neu anfangen belebt die Ökumene vor Ort.

Durch das Projekt wird das ökumenische Klima in einer Region deutlich zum Positiven verändert. Das zeigen die Voten aus ganz verschiedenen Aktionen:

"Die ökumenische Zusammenarbeit war sehr erfreulich. Vorurteile konnten abgebaut und Gemeinsamkeiten entdeckt werden. Ökumene hat eine andere Flexibilität bekommen."

"Der Gewinn der Aktion: Stärkung der Ökumene, Förderung der Zusammenarbeit zwischen Christen mit unterschiedlicher Prägung, voneinander gelernt, Weitung des Horizontes, größere Akzeptanz anders geprägter Christen, Vertiefung des eigenen Glaubens; Mut, sich zu öffnen."

Im Anschluß an das Projekt entsteht u.U. ein regionaler Arbeitskreis christlicher Kirchen (AcK), feiern die beteiligten Gemeinden weiterhin regelmäßig ökumenische Gottesdienste.

Allerdings werden durch neu anfangen auch die Schmerzen der bestehenden konfessionellen Trennung bewußt. Hier müssen die Beteiligten Wege finden, behutsam miteinander umzugehen, ohne einerseits einander zu überfordern oder anderseits einfach bei dem bisher Üblichen stehenzubleiben.

Durch neu anfangen werden Menschen erreicht, die in Distanz zur Kirche leben oder denen Kirche distanziert gegenübersteht.

Auch dieses läßt sich aus den bisher gemachten Erfahrungen belegen: über das Telefon werden fast alle EinwohnerInnen einer Region erreicht. Eine große Zahl (in der Regel mehr als 50%) der Angerufenen möchte das für das jeweilige Projekt erstellte Taschenbuch mit Erfahrungsberichten erhalten.

In der Regel finden sich mehr Menschen zu den anschließend angebotenen "Wohnzimmerrunden" zusammen, als vorher erwartet. Ein hoher Anteil der TeilnehmerInnen an diesen Gesprächen gehört dabei zur Generation der 30 -50jährigen und zu den sogenannten 'kirchlich Distanzierten'.

neu anfangen bricht in einer Region das Tabu 'Über Glauben spricht man nicht.'

Hierfür ist die Größe des Projektes ebenso entscheidend wie seine ökumenische Durchführung: Über Christen, die zum Gespräch einladen, kommt der Glaube ins Gespräch. Frauen und Männer wagen die Grenzüberschreitung, heraus aus den gewohnten Bereichen bisheriger kirchlicher Arbeit.

Weil Christen das Gespräch beginnen, ist es auch für andere leichter möglich, ihrerseits über Fragen des Glaubens zu sprechen. Wenn 'alle Welt' in einer Region über neu anfangen und den Glauben redet, kann sich der/die Einzelne daran beteiligen, ohne 'aufzufallen'.

neu anfangen fördert gemeinsame Spiritualität und fordert zu ihr heraus

Bei neu anfangen gibt es viel zu planen und zu organisieren. Damit ist aber nur die Außenseite des Projektes erfaßt. Gottesdienste und Andachten, Formen des Gebetes und der religiösen Praxis gehören unverzichtbar zu neu anfangen. Sie sind der Raum, in dem unterwegs immer wieder Atem geschöpft werden kann.

Die Beteiligten an einem Projekt nennen als Gewinn immer auch die gemeinsamen spirituellen Erfahrungen, die sie miteinander gemacht haben. Die unterschiedliche spirituelle Praxis der Einzelnen, Gemeinden und Konfessionen ist dabei zugleich Bereicherung wie Herausforderung.

neu anfangen läßt Frauen und Männer mit ihrer je eigenen Kompetenz zum Zuge kommen. Sie wachsen an den Herausforderungen.

neu anfangen fördert das Selbstbewußtsein aller Beteiligten. Wer - wie auch immer - bei der Vorbereitung und Durchführung von neu anfangen beteiligt war, macht die Erfahrung, daß das Ganze nicht hätte laufen können, wenn nicht alle an ihrem Platz einen unverwechselbaren Beitrag geleistet hätten.

Die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen erfahren, daß sie auf ihrem Gebiet und in ihrem Bereich kompetent sind. Die Hauptamtlichen (besonders die TheologInnen) erleben, daß sie nicht das erste und letzte Wort haben (müssen). Das kann für sie zu einer entlastenden Erfahrung werden, die sie selbst bereichert.

neu anfangen bringt einen Identitätsgewinn für Einzelne und Gemeinden

neu anfangen als dialogisches Projekt ist für alle Beteiligten mit der Frage verbunden, von welchem 'Ort' aus sie das Gespräch führen. Das gilt sowohl für den 'internen' Dialog zwischen den beteiligten Gemeinden und einzelnen Christen als auch für das Gespräch mit den sogenannten 'Distanzierten'.

Im Gespräch mit anderen werde ich meiner eigenen Identität (erst) bewußt. Die Erfahrung zeigt, daß neu anfangen so für die Beteiligten einen 'geistlichen Zugewinn' bringt.

neu anfangen ermöglicht gegenseitiges Verstehen von verschiedenen Frömmigkeitsformen wie Theologien und hilft so zur Entdeckung des Reichtums des Leibes Christi in den Kirchen.

Die ökumenische Ausrichtung des Projektes führt zur Wahrnehmung der Verschiedenheit der Beteiligten und zur Auseinandersetzung mit den verschiedenen Frömmigkeitsformen und Theologien, wie sie in der Geschichte der beteiligten Kirchen, Gemeinden und Personen gewachsen sind. neu anfangen steht dafür ein, daß diese Vielfalt keine Störung, sondern eine Bereicherung darstellt: der "Leib Christi" ist immer größer als die je eigene Gemeinde oder Kirche, der Horizont des Reiches Gottes allemal weiter als der je eigene.

Deshalb ist mit neu anfangen die Einladung, aber auch die Herausforderung eines konziliaren Prozesses verbunden: Das Miteinander-ins-Spiel-Kommen der Verschiedenen auf einem Weg des gemeinsamen Lernens im Licht des Evangeliums.

Die konkrete Gestalt von neu anfangen entsteht im Prozeß 'vor Ort' in der Region.

So klar formuliert das Ziel und die Struktur des Projektes sind, so kontextbezogen ist die konkrete Gestalt der Durchführung vor Ort: Die Beteiligten entscheiden selbst, wie der interne Prozeß der Planung, Vorbereitung und Schulung der MitarbeiterInnen abläuft, welche vorbereitende Öffentlichkeitsarbeit betrieben wird, wie das Taschenbuch aussieht usw.. Das Projekt hat also einen festen Rahmen, der jeweils 'vor Ort' ausgestaltet und gefüllt wird.

Durch neu anfangen werden exemplarische Erfahrungen mit Projektarbeit gemacht

Die in vielen Kirchengemeinden noch dominierende Arbeitsform von festen und zeitlich unbefristeten Gruppen und Kreisen ist gerade für Menschen, die nicht zur sogenannten Kerngemeinde gehören, eher abschreckend.

neu anfangen ist dagegen als Projekt grundsätzlich zeitlich befristet. Das entlastet sowohl die MitarbeiterInnen als auch die, die mit der Teilnahme an einer der Wohnzimmerrunden eine Verbindlichkeit auf Zeit eingehen.

neu anfangen ermöglicht den Mitarbeitenden Teilnahme als Teilhabe, im Sinne von Mitgestaltung und Mitverantwortung

Insofern trägt das Projekt zur praktischen und theoretischen Entfaltung eines urchristlichen Grundgedankens bei: Des "allgemeinen Priestertums" bzw. des "Laienapostolats".

Durch neu anfangen kommt Kirche positiv ins Gespräch

Dies ist gerade in einer Zeit, in der 'die Kirche' auf dem 'Markt der (religiösen) Möglichkeiten' das Monopol verloren hat, und angesichts des manchmal heftigen öffentlichen 'Gegenwindes' ein guter Nebeneffekt des Projektes.

Die Erfahrung zeigt, daß viele Menschen sehr positiv darauf reagieren, wenn die Kirche zu ihnen persönlichen Kontakt aufnimmt. Daß im Gespräch auch Kritik an der vorfindlichen Kirche laut wird, gehört zu den Herausforderungen, denen sich die Beteiligten gleichfalls zu stellen haben.

neu anfangen ist ein Signal: Glaube/Kirche schafft Beziehungen

Unsere Gesellschaft ist von einer zunehmenden Individualisierung gekennzeichnet. Auf der einen Seite ist damit eine zunehmende Wahlfreiheit gegeben ('man' muß nicht mehr tun, denken, glauben, was 'man' tut, denkt, glaubt), auf der anderen Seite verlieren traditionelle Beziehungen (Familie, Verein, Gruppe ...) ihre Bindungskraft. Die Kehrseite der Individualisierung heißt Vereinzelung bis hin zur Vereinsamung.

neu anfangen signalisiert über den Anruf und die Einladung zum Gespräch: "Wir bieten persönliche Kontakte an." Zugleich wird durch die Zeitbefristung der Aktion deutlich: Einladung zum Gespräch bedeutet nicht Vereinnahmung. Ob und wie Einzelne ihre Beziehung zur Kirche nach dem Ende des Projekts gestalten, können/müssen sie neu in Freiheit entscheiden.

neu anfangen stabilisiert Kirchenmitgliedschaft

Es ist zwar nicht das primäre Ziel des Projektes, Menschen (wieder oder neu) in vorhandene kirchen-gemeindliche Strukturen zu integrieren. Es läßt sich jedoch statistisch nachweisen, daß in Regionen, in denen neu anfangen durchgeführt wurde, die Zahl der Kirchenaustritte zurückgegangen ist. neu anfangen als bewußt volkskirchlich verortetes Projekt trägt also auch zur Stabilisierung von Kirchenmitgliedschaft bei. Die sog. "treuen Kirchenfernen" erfahren, daß sie nicht nur als KirchensteuerzahlerInnen von Interesse sind, sondern als Personen, die aufgesucht werden und mit denen man ins Gespräch kommen möchte.

neu anfangen kostet Geld

Nur auf den ersten Blick erscheinen die absoluten Zahlen sehr hoch: Geht man von der (aus den bisherigen Projekten gewonnenen) Faustregel 'DM 2,- pro EinwohnerIn der Projekt-Region' aus, kommt man bei z.B. 50.000 EinwohnerInnen auf 100.000 DM. Eine Modellrechnung schlüsselt diesen Betrag auf: die Gesamtsumme ist auf die Zahl der beteiligten Gemeinden und ca. drei Haushaltsjahre zu verteilen. Das macht bei 10 Gemeinden pro Gemeinde im Jahr ca. DM 3.300,-.

Bisher ist noch kein Projekt an fehlenden Finanzen gescheitert. Im Gegenteil: ein großer Teil des benötigten Geldes konnte vielerorts aus Spenden und Kollekten, die gezielt für neu anfangen gegeben wurden, aufgebracht werden. Wo Menschen neu anfangen zu ihrer Sache gemacht haben, sind sie auch zu finanziellem Einsatz bereit.

Die Erfahrung zeigt sogar, daß mehr als ein Projekt mit einem finanziellen Überschuß abgeschlossen hat. So konnten dann anderen Regionen Mittel zur Anschubfinanzierung zur Verfügung gestellt werden. Die Geschichte von neu anfangen erinnert so an die Speisung der Fünftausend: Am Anfang steht oft die kleinmütige Frage "Was ist das für so viele?" - und am Ende die Erfahrung, daß es für alle reicht und mehr als genug ist.

Die Größe von neu anfangen als ein Regionalprojekt

"Muß es denn gleich so groß sein?", diese kritische Frage muß sich das Projekt immer wieder gefallen lassen. Besonders die Projekte in den Großstädten können auch eine abschreckende Wirkung haben, weil sie zu groß erscheinen. Kann neu anfangen nicht auch als kleineres Projekt durchgeführt werden? Diese Frage stellt sich auch angesichts knapper werdender Mittel.

Noch einmal sei betont:

Die bisherigen Erfahrungen mit dem Projekt zeigen, daß noch keine Aktion an fehlendem Geld gescheitert ist oder daran, daß nicht genügend MitarbeiterInnen bereit gewesen werden. Nicht immer haben sich aber alle Kirchengemeinden einer durch die kirchlichen Verwaltungsbezirke vorgegebenen Region (Kirchenkreis, Propstei, Dekanat usw.) zur Mitarbeit gewinnen lassen. Gerade in ländlichen Gebieten stellt sich deshalb die Frage, welche natürliche Region (von der Geographie oder der alltäglichen Lebensausrichtung der Menschen her gedacht) für das Projekt eine sinnvolle Grundlage bieten könnte.

Grundsätzliche Kriterien für die Größe von neu anfangen sind:

- daß bisherige Grenzen überschritten werden

- daß eine ganze Region - mit möglichst klaren Grenzen: Stadt(teile), benachbarte Ortschaften, (Kirchen-)Kreis ... - erreicht wird

- daß die Aktion ökumenisch durchgeführt wird

Zeitrahmen von neu anfangen

Information und Entscheidung / interne und externe Vorbereitung (ca. 1 Jahre)

Sorgfältige Informationsvermittlung auf verschiedenen Ebenen (Gemeindegruppe, Gemeinde, Region - jeweils mit ihren Entscheidungsgremien)

Die Gemeinden beraten und beschließen über ihre Beteiligung. Im Laufe der Vorbereitungsphase können weitere Gemeinden dazukommen.

Bildung der Leitungsgremien

und Ausschüsse (Öffentlichkeitsarbeit, Taschenbuch, Mitarbeiterschulung, Finanzen, Organisation)

Erstellen des Taschenbuches als 'Visitenkarte' des Projekts, eines 'Leitfadens' für die Mitarbeitenden, der Materialien für die Schulungsseminare und die Wohnzimmerrunden

Motivation und Gewinnung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

durch besondere Angebote in den Gemeinden und der Region

Öffentlichkeitsarbeit durch Medien (Infoblätter zur internen Information, Faltblätter für Gemeindebriefe, neu anfangen-Zeitung für die externe Öffentlichkeitsarbeit in der Region, Plakate, evtl. Spots im lokalen Radio) und Veranstaltungen (Gemeindefeste, Stadt(teil)feste, öffentliche Buchvorstellung )

Schulung der Mitarbeitenden (z.B. Gebetsseminar, Seminar "Vom Glauben reden"; Schulung der Telefonierenden und der GesprächsgruppenleiterInnen)

Aktionsphase (9 - 11 Wochen)

Ökumenischer Sendungsgottesdienst

Telefonkontakte

Erstanruf: Alle TelefoninhaberInnen der Region werden angerufen und bekommen das Taschenbuch angeboten

Zweitanruf: Wer das Projektbuch erhalten hat, wird zu den "Wohnzimmerrunden" eingeladen

Wohnzimmerrunden

5 - 7 Abende zum Gespräch "über Gott und die Welt", geleitet von je zwei ehrenamtlich Mitarbeitenden;

eingeladen werden jeweils 6 - 10 Gäste

Abschluß und Auswertung

Das Projekt hat ein definitives Ende. Das ist sowohl für die Mitarbeitenden als auch für die Eingeladenen wichtig: Wer sich auf neu anfangen (wie auch immer) einläßt, weiß, was es ihn an Zeit und Kraft "kostet".

Das Ende der Aktion markiert in der Regel ein Ökumenischer Abschlußgottesdienst

Eine kritische Auswertung (sowohl statistisch als auch inhaltlich) soll sowohl durch den Leitungskreis als auch in den beteiligten Gemeinden erfolgen: Ist der eigene Anspruch eingelöst worden? Was war der Gewinn der Aktion? Wo lagen die größten Schwierigkeiten?

Ausblick (Nachfolgeprojekte o.ä.)

neu anfangen als Projekt geht zuende. Der Gemeindeprozeß geht mit neuen Impulsen weiter. neu anfangen hängt in der Luft, wenn es nicht in einen Prozeß der Gemeindeentwicklung eingebettet ist:

Wohin können Menschen eingeladen werden, die über das Projekt neu auf ihre Kirchengemeinde aufmerksam geworden sind?

Welche Formen von Gemeindearbeit (Projekte wie z.B. GOTTESDIENST L E B E N, Glaubenskurse o.ä.) müssen angeboten bzw. entwickelt werden, die die dialogische Grundstruktur von neu anfangen haben?

Welche Aktionen soll es in Zukunft in der Region geben (z.B. ökumenische Gottesdienste und Veranstaltungen)?

Wichtig: das "Ergebnis" von neu anfangen ist nicht deckungsgleich mit der Zahl der anschließenden Gruppen oder neu für das Gemeindeleben motivierten Menschen. Was bei Einzelnen persönlich angestoßen wird, entzieht sich der statistischen Nachprüfbarkeit.

Woher kommt neu anfangen?

neu anfangen hat Vorläufer

seit 1979: Kontaktkampagne "Etwas für Dich" in verschiedenen Städten und Regionen Finnlands

die "Aktion Neues Leben" in der Schweiz

neu anfangen in Deutschland

ab 1983: Überlegungen zum Transfer der ausländischen Erfahrungen in den volkskirchlich-lutherischen Kontext in Deutschland (West)

1985: 1. Pilotprojekt in Hamburg, seitdem weitere 26 Projekte (s. Statistik)

1987: Konstituierung der "Ökumenischen Projektgruppe neu anfangen" mit Mitgliedern aus Landeskirchen, Freikirchen und der katholischen Kirche.

Die Projektgruppe wertet die Erfahrungen in den einzelnen Regionen aus und begleitet die Weiterentwicklung des Projektes.

Das ökumenische Projekt neu anfangen ist seit 1985 in insgesamt 27 Regionen durchgeführt worden (siehe Mittelseiten) Die Aktion lief sowohl in Groß- und Kleinstädten als auch in ländlichen Regionen. Eine Dokumentation über "10 Jahre neu anfangen" kann über die angegebenen Adressen (siehe letzte Seite) bezogen werden.

Welche Fachkompetenz und welche personellen Kapazitäten braucht neu anfangen?

Auch wenn jede Aktion ihr eigenes Gesicht hat, gibt es doch bestimmte Einrichtungen, die sich für die Durchführung als notwendig und sinnvoll erwiesen haben:

Delegiertenversammlung

mit VertreterInnen aus allen in der Region beteiligten Gemeinden. Sie wählt den Leitungskreis und besetzt die notwendigen Ausschüsse. Hier ist die Kontaktstelle zwischen den beteiligten Kirchengemeinden, werden Informationen weitergegeben und geschieht gegenseitige Ermutigung. Die gewählten Leitungsgremien sind der Delegiertenversammlung rechenschaftspflichtig.

Leitungskreis

wird von der Delegiertenversammlung gewählt.

Als Kompetenzen sind gefragt:

geistliche und seelsorgerliche Leitung;

Visionen und Ziele haben;

Aufgaben formulieren und delegieren

können;

MitarbeiterInnen gewinnen, motivieren, führen;

Managementerfahrung, Personalführung;

Projektmanagement, Organisationserfahrung;

ökumenische Offenheit;

Kenntnis der Strukturen und Gepflogenheit in den Gemeinden;

Toleranz Andersdenkenden gegenüber;

bodenständige MitarbeiterInnen, die hinterfragen, ob Pläne auch realistisch und umsetzbar sind.

Ausschüsse

Buchausschuß: Erstellung des Projektbuchesmit Erfahrungsberichten. Zielsetzung: Es soll ein Buch werden, das jemand beim Umzug mitnimmt.

Wichtig: Personen mit jeweiliger Ortskenntnis,die andere ermutigen, ihre Geschichte niederzuschreiben; Fachleute aus dem graphischen Gewerbe; MitarbeiterInnen, die schon redaktionell

gearbeitet haben; Einsatz externer Fachleute: Werbeagentur; Fotograf; "ausgefuchste/r" EinkäuferIn, der/die mit Druckerei beste Qualität bei geringsten Kosten aushandelt.

Schulungsausschuß: Erstellung der Schulungsunterlagen mit dem Ziel, Menschen, denen "Glauben an Gott", "Evangelium" noch fremd sind etwas zu sagen, zu begeistern; Mitarbeiterschulung (über MultiplikatorInnen) in den Gemeinden.

Wichtig: Gespür für das, was heute ankommt; den Stoff ansprechend (kurz, verständlich, 'knackig') aufbereiten; Inhalte motivierend, begeisternd weitergeben können.

Finanzausschuß: Mittel für Projektbuch, Telefonieren, Werbe- und Arbeitsmaterial beschaffen und verwalten.

Wichtig: Budgetplanung; Fachleute (aus der Bankbranche) für das Kostenmanagement; talentierte und kreative Geldbeschaffer im Bereich Spenden und Kollekten.

Organisationsausschuß: Technische und organisatorische Aufgaben planen.

Wichtig: Organisationstalent, Krisenmanagement, Ortskenntnis.

Ausschuß für Öffentlichkeitsarbeit: neu anfangen zum Stadtgespräch machen. Aktionen, Feste und Festgottesdienst planen.

Wichtig: kreative Berichterstattung, werbewirksame Einfälle, Organisationstalent und Phantasie

Weitere Aufgaben:

Mitarbeitergewinnung vor Ort: Ortsverantwortliche gewinnen, örtlichen Arbeitskreis gründen, begabte TrainerInnen für die Schulung der MitarbeiterInnen und kompetente KoordinatorInnen für die Durchführung der Aktion finden.

Wichtig: Fähigkeit zum Umgang mit einer sehr heterogen zusammengesetzten Gruppe.

"Heiße Phase": Telefonieren, Buchaustragen und Leiten der Wohnzimmerrunden. Alle notwendigen Kenntnisse werden in der Schulung der MitarbeiterInnen vermittelt. Dabei erkennen MitarbeiterInnen ihre Stärken (und auch Schwächen). Entsprechend lassen sie sich einsetzen. Für die Leitung der Wohnzimmerrunden sind die Fähigkeiten, gerne GastgeberIn und SeeelsorgerIn zu sein, hilfreich.

Nacharbeitungsphase: Hier geht es um die Weiterarbeit nach der Aktion. Es können sich die vorhandenen und erworbenen Gaben, Kompetenzen und Kapazitäten der MitarbeiterInnen und der bei der Aktion neu gefundenen Menschen voll und kreativ entfalten.

Projektbezogene Leitungs- und Entscheidungsstrukturen

Zu neu anfangen gehören projektbezogene und zeitlich befristete Entscheidungs- und Leitungsstrukturen. Sie ermöglichen eine flexible Steuerung des Projekts.

Die vorhandenen Gremien sowohl einer Kirchengemeinde als auch einer Region (z.B. eines Kirchenkreises oder Dekanates), die die "normalen" kirchlichen Abläufe verantworten, sind mit dieser Aufgabe in der Regel ausgelastet. Sie müssen neu anfangen grundsätzlich wollen, die Durchführung beschließen und unterstützen, aber sie können das Projekt nicht auch noch "managen".

Deshalb gehören zu jeder Aktion ein durch die Delegierten der am Projekt beteiligten Gemeinden gewählter Leitungskreis sowie die einzelnen Ausschüsse für bestimmte Themen (Buch, Mitarbeiterschulung, Öffentlichkeitsarbeit, Feste - Feiern - Gottesdienste ...). Die durch die Delegiertenversammlung demokratisch gewählten Gremien haben für die Zeit des Projekts Entscheidungsvollmacht.

Wichtig ist, daß die Entscheidungskompetenz für die Weiterarbeit nach Abschluß des Projekts an die dafür zuständigen Entscheidungsträger und bestehenden Gremien in der Region und in den einzelnen Gemeinden zurückgegeben wird.

Der Prozeß der Entscheidungsfindung

Für gründliche Information und Zeit zur Beratung in der Eingangsphase muß auf allen Ebenen genügend Raum sein. Es hat sich als schwierig erwiesen, wenn Einzelne oder Gruppen zu schnell vorgeprescht sind. neu anfangen ist gerade in der Vorphase der Entscheidungsfindung eher mit einer 'zarten Pflanze' zu vergleichen, die ihre Zeit zum Wachsen braucht. Das Projekt zielt ja auf die Beteiligung vieler - und nicht auf die Vorherrschaft einiger weniger.

In jedem Fall müssen die Entscheidungsgremien der einzelnen Gemeinden genügend Informationen bekommen, aufgrund derer sie dann ihre Entscheidung für oder gegen das Projekt treffen können. Dazu soll auch dieser Prospekt helfen. Besser ist in jedem Fall die persönliche Information durch Gemeindeglieder und Hauptamtliche, die in einem anderen Projekt mitgearbeitet haben. Hier bietet sich eine Informationsveranstaltung für eine Region an. Sie sollte an einem Termin stattfinden, den auch die Ehrenamtlichen wahrnehmen können! Bewährt haben sich auch Gemeindeabende, zu denen alle Gruppen einer Gemeinde eingeladen werden.

Der Prozeß der Entscheidungsfindung muß behutsam gesteuert werden. Die Erfahrung zeigt: Ein zu schnelles Tempo kann dazu führen, daß sich Einzelne und Gemeinden mit ihren Gremien überrannt oder abgehängt fühlen. Umgekehrt sollte die bewußte Entscheidung für oder gegen die Durchführung bzw. die Teilnahme am Projekt getroffen werden, bevor sie durch überlange Diskussionen 'von selbst' negativ ausfällt.

Kontaktadressen

(für weitere Informationen, Entscheidungshilfen und Arbeitsmaterialien)

Gemeindekolleg der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirchen Deutschlands (VELKD)

Rolf Sturm

Berlinstraße 4-6

29223 Celle

Tel.: 05141 / 53014

Fax: 05141 / 53016

Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste

Hans Zinnow

Schönhauser Allee 59

10437 Berlin

Hier kann Material zur Durchführung des Projekts (z. B. Checkliste für ProjektleiterInnen, bisher erstellte Taschenbücher, Leitfaden für MitarbeiterInnen, Hilfen zur Mitarbeiterschulung) angefordert werden.

Tel.: 030 / 44660418

Fax: 030 / 44660422

Zentralstelle Pastoral der Katholischen

Deutschen Bischofskonferenz

Ernst Werner

(Vorsitzender der Ökumenischen Projektgruppe neu anfangen)

Kaiserstraße 163

53113 Bonn

Tel.: 0228 / 103228

Fax: 0228 / 103334

neu anfangen im Internet

die Grund-Konzeption der Aktion wird auch im Internet vorgestellt. Unter http://www.autobahnkirche.de/profis findet man sowohl die Texte des vorliegenden Prospekts als auch Hinweise auf regionale Erfahrungsberichte. Auch besteht darüberhinaus die Möglichkeit, sich mit anderen zunächst unverbindlich auszutauschen.