Konfirmation 1998

Konfirmations-Gottesdienst (10.5.98)







Konfirmationsgottesdienst nach Form III (Württemberg)

Gönningen - 10.05.98

Leitern ... -
oder: "Wie komme ich in den Himmel ..."

Konfirmationsgottesdienst nach Form III Gönningen, 10.5.98
Treffen im Pfarrhaus, Gang zur Kirche
Vorspiel und Einzug
Lied EG 288,1-3 Nun jauchzt dem Herren, alle Welt!
Gruß und gesungenes Amen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus
und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit Euch allen!

Begrüßung (SF)
"Anmerkung"

Noch eine Bitte:
Verschieben Sie doch das Foto- und Videofilmen auf später;
Wir haben miteinander abgesprochen,
daß Herr Bauer das Filmen für uns übernimmt.
So können Sie ganz beruhigt mitsingen und -beten.
Herzlichen Dank!

Psalm 100 (Pfr./Gemeinde im Wechsel)

Jauchzet dem Herrn, alle Welt!
Dienet dem Herrn mit Freuden,
kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!
Erkennet, daß der Herr Gott ist!
Er hat uns gemacht und nicht wir selbst
zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.
Gehet zu seinen Toren ein mit Danken,
zu seinen Vorhöfen mit Loben;
danket ihm, lobet seinen Namen!
Denn der Herr ist freundlich,
und seine Gnade währet ewig
und seine Wahrheit für und für.

"Ehr sei dem Vater"
Eingangsgebet

Gott,
mit ganz unterschiedlichen Empfindungen kommen wir zu dir:
* glücklich, daß ich heute als Konfirmandin, als Konfirmand im Mittelpunkt stehe,
aufgeregt, weil ich im Mittelpunkt stehe;
* als Vater, als Mutter spüre ich, wie mein Kind wieder ein Stück mehr erwachsen und damit selbständig geworden ist in den letzten Monaten;
ich frage mich, wie es wohl einmal sein wird – nächstes Jahr, in fünf Jahren, in zehn Jahren;
* und als christliche Gemeinde wünschen wir es den jungen Leuten, daß ihnen der Glauben wertvoll wird und sie nicht am schönen Schein hängen bleiben.
Ganz unterschiedlich sind unsere Empfindungen, Gott!
Schließe du uns jetzt zusammen zu einer Gemeinde,
die dich feiert:
deine Nähe zu uns
und deine Liebe zu uns Menschen.
Amen.

Stilles Gebet
Gospel-Chor
Katechismus-Sprechen

1. Einführung – Überblick über unser Jahr

Pfarrer (Unser Konfisjahr)

Liebe Gemeinde!
Ein gemeinsames Konfirmanden-Jahr liegt hinter uns –
mit Highlights in Form von gemeinsamen Tagen oder unserer Freizeit;
wir haben unsere Kirche erkundet,
Bibeltexte gelesen,
Arbeitsblätter ausgefüllt
und versucht zu verstehen,
was das heißt:
glauben, Christin, Christ sein,
zur Gemeinde und Kirche zu gehören.
Wir möchten uns und Sie an die Grundaussagen des christlichen Glaubens erinnern.
Weil wir wissen, daß unsere Kirche und der Glaube eine lange Geschichte haben,
wollen wir auf alte Worte hören:
Bibelworte,
Erklärungen der Reformatoren;
weil wir aber auch gespürt haben,
daß wir Glaube auch in unsere eigene Sprache bringen müssen,
wollen wir auch in diesem Gottesdienst mit unseren Worten umschreiben,
was es mit Glaube und Christsein auf sich hat.
Daß Gott uns liebt,
daß ihm viel an uns Menschen liegt,
daß ist die Grundaussage des Glaubens.
Im Johannes-Evangelium wird das so ausgedrückt:

Christoph (Motto)

Also hat Gott die Welt geliebt,
daß er seinen eingeborenen Sohn gab,
damit alle, die an ihn glauben,
nicht verloren werden,
sondern das ewige Leben haben.

Senta ("Lernmittel")

Die frohe Botschaft
– so kann man das griechische Wort Evangelium übersetzen –,
die frohe Botschaft kommt uns nahe durch die biblischen Geschichten.
Deshalb haben wir Konfirmandinnen und Konfirmanden zu Beginn unserer gemeinsamen Zeit eine Bibel bekommen;
sie hat uns durch dieses Jahr begleitet.

Philipp (Bekenntnisse)

Was in der Bibel auf vielen Seiten von Gott und seiner rettenden Liebe zu uns Menschen bezeugt ist, das wurde schon in früheren Zeiten der Kirche und auch später immer wieder in sogenannten Bekenntnissen zusammengefaßt.
Sie fassen zusammen, was für unseren Glauben grundlegende Bedeutung hat.
Sie verbinden uns durch die Zeiten hindurch mit Christinnen und Christen, die vor uns lebten.
Sie verbinden uns mit den Kirchen in der ganzen Welt.

2. Das Glaubensbekenntnis

Pfarrer (Einleitung zum Glaubensbekenntnis)

Die älteste dieser grundlegenden Zusammenfassungen, die in der Kirche Geltung erlangt hat, nennen wir das Apostolische Glaubensbekenntnis.
Wir möchten gemeinsam mit Ihnen unseren Glauben bekennen;
wir bitten Sie, dazu aufzustehen.

Gemeinde (Apostolikum)

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.

ErsterArtikel / Wer ist Gott?
Martina (Hinführung)

Der erste Satz dieses Glaubensbekenntnisses spricht von Gott, dem Vater.
Martin Luther hat diesen Abschnitt im Katechismus erklärt:

Barbara (Luthers Erklärung zum Credo 1/1)

Ich glaube, daß
mich Gott geschaffen hat
samt allen Kreaturen,
mir Leib und Seele,
Augen, Ohren und alle Glieder,
Vernunft und alle Sinne
gegeben hat und noch erhält;

Eva (Luthers Erklärung zum Credo 1/2)

dazu Kleider und Schuh,
Essen und Trinken,
Haus und Hof,
Weib und Kind,
Äcker, Vieh,
und alle Güter beschert,
mich mit allem, was not tut
für Leib und Leben
reichlich und täglich versorgt,
in allen Gefahren beschirmt und vor allem Übel
behütet und bewahrt;

Joachim (Luthers Erklärung zum Credo 1/3)

und das alles
aus lauter väterlicher, göttlicher Güte
und Barmherzigkeit
ohn all mein Verdienst und Würdigkeit;
des alles ich ihm zu danken und zu loben
und dafür zu dienen
und gehorsam zu sein schuldig bin.
Das ist gewißlich wahr.

Sabrina (Erläuterung 1/1)

Im Unterricht haben wir uns die Frage gestellt,
wer Gott für uns ist.
Wir haben gesehen:
In Bildern redet die Bibel,
in Bildern sprechen auch wir von Gott.
Ein wichtiges Bild war für uns,
daß Gott wie ein Vater oder eine Mutter zu uns ist.
Unsere Eltern hatten bei ihrem Elternabend mit diesem Bild allerdings mehr Probleme als wir.

Simone S. (Erläuterung 1/2)

Wir glauben und leben davon,
daß Gott unser Vater ist;
er bleibt uns Menschen treu,
auch da, wo wir uns von ihm abwenden,
auch da, wo wir durch unseren Eigensinn soviel Leid und Zerstörung in seine Welt hineintragen.

Stefan (Erläuterung 1/3)

Es ist seine große Geduld,
daß er uns trotzdem nicht fallen läßt,
sondern sich um uns müht,
uns zum Glauben einlädt
und will, daß wir in Verantwortung vor ihm leben.
Ein Lied, das wir uns im "Konfi" immer wieder gewünscht haben, wollen wir jetzt mit Ihnen singen:
"Laudato Si";
Sie finden es auf Ihrem Liedblatt.

Lied EG 515,1+2+6 "Laudato Si"
Zweiter Artikel
Ann-Kristin (Einleitung)

Daß Gott unser Vater ist, das sagt uns nicht die Natur.
Für viele Menschen braucht es heute keinen Schöpfer mehr, um die Welt zu erklären.
Daß wir Gott als unserem Vater vertrauen können, das sagt uns auch nicht unser Herz.
Manchmal zweifeln wir,
und anderes scheint wichtiger als Gott.
Gott, unser Vater:
Einer sagt es uns: Jesus Christus, Gottes Sohn.
So lautet der zweite Satz im Apostolischen Glaubensbekenntnis:

Nadine (2. Glaubensartikel)

Ich glaube an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn,
unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,

Tim (2. Glaubensartikel, Fortsetzung)

am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Pfarrer (Hinführung zur Erklärung)

Unser Katechismus sagt dazu:

Stephanie D. (Luthers Erklärung zum Credo 2/1)

Ich glaube,
daß Jesus Christus,
wahrhaftiger Gott,
vom Vater in Ewigkeit geboren,
und auch wahrhaftiger Mensch,
von der Jungfrau Maria geboren,
sei mein Herr,

Sina (Luthers Erklärung zum Credo 2/2)

der mich verlorenen und verdammten Menschen erlöst hat,
erworben und gewonnen von allen Sünden,
vom Tod und von der Gewalt des Teufels,
nicht mit Gold oder Silber,
sondern mit seinen heiligen, teuren Blut
und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben;

Stephanie F. (Luthers Erklärung zum Credo 2/3)

auf daß ich sein eigen sei
und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm diene
in ewiger Gerechtigkeit,
Unschuld und Seligkeit,
gleichwie er ist auferstanden vom Tod,
lebet und regieret in Ewigkeit.
Das ist gewißlich wahr.

Pfarrer (Einleitung der Erläuterung)

Wir versuchen es wieder mit Sätzen aus unserer Zeit zu sagen.

Yvonne (Erläuterung 2/1)

Wir glauben und leben davon,
daß Gott in Jesus Christus Mensch wurde,
Jesus war ein Mensch wie wir;
er hat sich an gutem Essen gefreut und er hat gelitten,
er hat Hochzeiten gefeiert und mit den Menschen geweint.
Zugleich war er auch ganz anders:
Er hat ganz aus Gott gelebt,
er hat seinen Willen ganz erfüllt,
Gott hat sich ganz auf ihn eingelassen.
In ihm kommt Gottes Liebe zu uns.

Carmen (Erläuterung 2/2)

Gott hat sich ganz auf ihn eingelassen.
In ihm kommt Gottes Liebe zu uns.
Er ist für uns gestorben,
er wurde auferweckt.
Jetzt hat Jesus die Macht,
uns von Schuld und Angst zu befreien,
uns leben zu helfen.
Auch der Tod kann uns nicht mehr von ihm trennen.

Janina (Erläuterung 2/3)

Jesus wird einmal für uns eintreten im Gericht.
Was wir Gutes taten und sagten,
wird Bestand haben vor Gott;
was uns mißlang,
wo wir schuldig wurden:
Gott wird es richten –
wir werden bei ihm leben.
Von Jesus Christus singen die nächsten beiden Strophen von "Laudato Si".

Lied EG 515,7+8 "Laudato Si"
Dritter Artikel
Simone F. (Hinführung)

All das mit Jesus ist lange her,
so lange, daß es bald nicht mehr wahr wäre,
würde Jesus Christus nicht durch seinen Heiligen Geist auch heute bei uns sein.
Im Glaubensbekenntnis spricht der dritte Abschnitt vom Heiligen Geist:

Nicole (3. Glaubensartikel)

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Pfarrer (Hinführung zur Erklärung)

Martin Luther hat das so erklärt:

Michael (Luthers Erklärung zum Credo 3/1)

Ich glaube,
daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn,
glauben oder zu ihm kommen kann,
sondern der Heilige Geist
hat mich durchs Evangelium berufen,
mit seinen Gaben erleuchtet,
im rechten Glauben geheiligt und erhalten;

Senta (Luthers Erklärung zum Credo 3/2)

gleichwie er die ganze Christenheit auf Erden
beruft, sammelt, erleuchtet, heiligt
und bei Jesus Christus erhält
im rechten, einigen Glauben;

Philipp (Luthers Erklärung zum Credo 3/3)

in welcher Christenheit er mir und alle Gläubigen
täglich alle Sünden reichlich vergibt
und am jüngsten Tage mich und alle Toten
auferwecken wird
und mir samt allen Gläubigen
in Christus ein ewiges Leben geben wird.
Das ist gewißlich wahr.

Barbara (Erläuterung 3/1)

Wo wir Vertrauen fassen in Gott,
wo wir Glauben finden,
wo wir mit Jesus leben,
da ist der Heilige Geist am Werk und macht uns zu neuen Menschen.
Durch ihn wirkt Jesus in den Menschen,
die ihm nachfolgen.
Durch ihn gibt Gott uns die Kraft zum Glauben und zum Lieben,
zum Kämpfen und zum Leiden,
und zur Hoffnung auf Zukunft.

Christoph (Erläuterung 3/2)

Der Heilige Geist ist der Geist der Liebe;
Liebende wollen zueinander.
Die Kirche ist die Gemeinschaft der Menschen,
die aus der Liebe Gottes leben.
Von dieser Liebe hören wir im Gottesdienst,
wir bezeugen sie in unseren Liedern,
wir beten, daß diese Liebe unsere Welt zum Leben führt.
Liebe eröffnet Zukunft,
davon singt die letzte Strophe unseres Liedes.

Lied EG 515,9 "Laudato Si"
3. Die Heilige Taufe

Benjamin (Einleitung)

Wir Menschen reden nicht nur miteinander,
wir haben auch Zeichen und Symbole.
Ein Liebesbrief, ein Zeugnis, eine Umarmung.
Was wir Gott bedeuten,
das zeigt er uns in den beiden Sakramenten,
den beiden "heiligen Zeichen" Taufe und Abendmahl.
Beide gehen auf Jesus selbst zurück.
Über die Taufe sagt er:

Martina (Taufbefehl)

Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und unf Erden.
Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker:
Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes
und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.
Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Pfarrer (Einleitung zur Erklärung)

Der Reformator unserer württembergischen Kirche, Johannes Brenz, sagt von der Taufe:

Sabrina (Johannes Brenz zur Taufe)

Die Taufe ist ein Sakrament und göttlich Wortzeichen,
womit Gott, der Vater,
durch Jesus Christus, seinen Sohn,
samt dem Heiligen Geist bezeugt,
daß er dem Getauften ein gnädiger Gott wolle sein
und verzeihe ihm alle Sünden aus lauter Gnade
um Jesu Christi willen
und nehme ihn auf an Kindes Statt
und zum Erben aller himmlischen Güter.

Joachim (Erläuterung 1)

Ich bin getauft, das heißt:
Ich habe einen Vater im Himmel.
Ich darf jederzeit zu ihm kommen.
Er schenkt mit neues, ewiges Leben;
er lädt mich ein, in Verantwortung vor ihm zu leben.

Eva (Erläuterung 2)

Ich bin getauft, damit sage ich:
Ich habe Schwestern und Brüder auf dieser Erde.
Ich gehöre zur Familie Gottes, zur Kirche,
die er in allen Ländern,
unter allen Völkern und Nationen hat.

Tim (Erläuterung 3)

Ich bin getauft, damit sage ich:
Das Böse hat keine endgültige Macht über mich,
denn Christus hat es für mich überwunden.
Keine Schuld hat soviel Macht,
daß sie mir die Heimkehr zu Gott versperren könnte.

Nadine (Erläuterung 4)

Ich bin getauft, damit bekenne ich:
Der Tod wird mich nicht festhalten.
Christus ist aus dem Tode auferstanden,
und so wird er auch mich durch den Tod hindurch zu einem neuen Leben führen.

Pfarrer (Überleitung Gesangbuch-Vers Konfirmation)

Die Konfirmation ist auf die Taufe bezogen.
Ein Gesangbuch-Vers drückt es so aus:

Simone S. (Gesangbuchvers Konfirmation)

Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue,
Leib, Seel und Herz zum Opfer hin;
erwecke mich zu neuer Treue
und nimm Besitz von meinem Sinn.
Es sei in mir kein Tropfen Blut,
das nicht, Herr, deinen Willen tut.

4. Das Heilige Abendmahl

Stephanie D. (Einleitung)

Das andere Sakrament ist das Abendmahl.
Wir haben es miteinader auf unserer Konfirmanden-Freizeit gefeiert;
am nächsten Sonntag würden wir es gerne mit Ihnen zusammen hier im Gottesdienst feiern.
Am Tag vor seiner Hinrichtung hat Jesus Christus zum letzten Mal mit seinen Jüngern gegessen und getrunken.
Im Neuen Testament wird uns das folgendermaßen berichtet:

Ann-Kristin (Einsetzungsworte 1)

Der Herr Jesus
in der Nacht, da er verraten ward
und mit seinen Jüngern zu Tische saß,
nahm das Brot, sagte Dank und brach's,
gab's seinen Jüngern und sprach:
Nehmet hin und esset;
das ist mein Leib, der für euch gegeben wird.
Das tut zu meinem Gedächtnis.

Stefan (Einsetzungsworte 2)

Desgleichen nach dem Mahl
nahm er den Kelch, sagte Dank,
gab ihnen den und sprach:
Trinket alle daraus;
das ist mein Blut des Neuen Bundes,
das für euch und für viele vergossen wird
zur Vergebung der Sünden.
Das tut zu meinem Gedächntis.

Pfarrer (Einleitung zur Erklärung)

Johannes Brenz sagt im Katechismus:

Yvonne (Brenz zum Abendmahl)

Das Abendmahl ist ein Sakrament und göttlich Wortzeichen,
worin uns Christus wahrhaftig und gegenwärtig
mit Brot und Wein seinen Leib und sein Blut schenkt und darreicht,
und vergewissert uns damit,
daß wir haben Verzeihung der Sünden und ein ewiges Leben.

Stephanie F. (Erläuterung 1)

Wenn wir Abendmahl feiern, erfahren wir:
Jesus tritt mit seinem Leben und Sterben für uns ein
und macht uns frei von allem, was uns von Gott trennt –
deshalb haben wir in unseren Abendmahls-Gottesdiensten die Beichte,
in der wir Gott in der Stille bekennen können,
was uns belastet.

Sina (Erläuterung 2)

Wenn wir Abendmahl feiern, erfahren wird:
Gott nimmt uns an.
Darum sollen auch wir einander annehmen,
uns gegenseitig vergeben,
das Trennende überwinden
und die Hand zum Frieden reichen.
Im Abendmahls-Gottesdienst drücken wir das durch den Friedensgruß aus.

Michael (Erläuterung 3)

Wenn wir Abendmahl feiern, erfahren wir:
Wir alle sind an Jesu Tisch geladen.
Hier gibt es keine Fremden,
keine Unterschiede von Arm und Reich,
von bedeutenden und unwichtigen Leuten.
So wird es einmal sein,
wenn Gottes Welt kommt.

5. Das Gebet

Benjamin (Einleitung)

Wir Menschen können miteinander sprechen.
Das ist wie eine Brücke zwischen uns.
Auch mit Gott können wir sprechen.
Wir nennen es beten.
Im Konfirmandenunterricht haben wir oft unsere Treffen mit einer Andacht hier in der Kirche begonnen.
Martin Luther hat über das Gebet gesagt:

Janina (Erklärung Luthers)

Das Gebet ist ein Reden des Herzens mit Gott
in Bitte und Fürbitte,
Dank und Anbetung.
Am guten wie am bösen Tag dürfen wir als Gottes Kinder im Namen Jesu zu ihm kommen.

Christoph (Erläuterung 1)

Indem wir beten, wenden wir uns an Gott;
und wir sind zugleich bereit, auf ihn zu hören.
Wir sagen ihm, was uns Sorgen macht;
wir bitten ihn um seine Hilfe für uns und andere.
Wir danken ihm, daß er uns beschenkt.

Nicole (Erläuterung 2)

Und wir bekennen Gott,
wo wir versagt haben
und was wir anderen schuldig geblieben sind.
Wir bitten um seine Vergebung.
Wir danken ihm, daß er für uns da ist.

Senta (Erläuterung 3)

Wir bedenken vor Gott, wie es anderen Menschen in unserer Welt geht;
wir bitten ihn, daß Friede und Gerechtigkeit in unserer Welt einkehren.
Wir bitten ihn auch um Geduld mit uns allen,
und wir bitten ihn, daß sein Reich komme.

Eva (Erläuterung 4)

Viele halten ihr Gebet nur für sinnvoll,
wenn es ihnen das bringt,
was sie wünschen.
Und oft fragen wir uns, warum Gott unsere Gebete nicht erfüllt.
Immer aber dürfen wir wissen,
daß er uns hört
und unsere Wege kennt.

Pfarrer (Abschluß)

Das Gebet der Christenheit und das Vorbild für unser Reden mit Gott ist das Gebet, das Jesus selbst gelehrt hat.
Wir sprechen das Vaterunser auch in diesem Gottesdienst gemeinsam im Anschluß an das Fürbittengebet.
ALLE SETZEN

Gospel-Chor
6. Die Zehn Gebote

Benjamin (Einleitung)

Leben braucht Regeln;
wir müssen uns aufeinander verlassen können,
deshalb gibt es Gesetze und Ordnungen.
In der Bibel werden uns Gebote überliefert,
die über 3000 Jahre alt sind
und uns doch auch heute Wegweisung sein können.
In den zehn Geboten, die wir im Unterricht besprochen haben,
geht es um unser Verhältnis zu Gott und unter uns Menschen.
Er hat diese Gebote den Israeliten gegeben, als sie auf dem Weg in das verheißene Land,
auf dem Weg in die Freiheit waren;
sie sollen helfen, die Freiheit zu beschützen.

Martina (Hinführung zum 1. Gebot)

Gott will, daß wir uns nicht fesseln lassen an Geld und Besitz,
an Menschen und Mächte
und von ihnen die Erfüllung unseres Lebens erwarten.
Er sagt uns im ersten Gebot:

Nadine (Das 1. Gebot)

Ich bin der Herr, dein Gott.
Du sollst keine anderen Göttern neben mir haben.

Pfarrer (Einführung zur Erklärung)

Martin Luther hat das so erklärt:

Simone S. (Luthers Erklärung zum 1. Gebot)

Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten,
lieben und ihm vertrauen.

Stephanie D. (Hinführung zum 2. Gebot)

Wir dürfen immer zu Gott sprechen, zu ihm beten;
in seinen Namen sollen wir nicht fluchen, sondern segnen.
Darum sagt uns Gott im zweiten Gebot:

Ann-Kristin (Das 2. Gebot)

Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.

Stephanie F. (Hinführung zum 3. Gebot)

Für uns selbst und für unsere Arbeit haben wir immer Zeit;
und für Gott und für die Besinnung auf ihn?
Das dritte Gebot ermahnt uns, daß wir den Feiertag nicht leichtfertig aufs Spiel setzen:

Yvonne (Das 3. Gebot)

Du sollst den Feiertag heiligen.

Michael (Hinführung zum 4. Gebot)

Gott setzt sich für die alte Generation ein,
indem er im vierten Gebot davon spricht, daß man Vater und Mutter ehren soll.
Für Eltern und Kinder heißt das,
aufeinander zu hören, einander zu respektieren und voneinander zu lernen.
Darum sagt er uns im vierten Gebot:

Janina (Das 4. Gebot)

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren,
auf daß du lange lebest im Lande,
das dir der Herr, dein Gott, geben wird.

Simone F. (Hinführung zum 5. Gebot)

Wie leichtfertig bis in unsere Zeit mit Menschenleben umgegangen wird,
erschreckt uns jeden Tag.
Deshalb war uns im Unterricht von allen Geboten das fünfte am wichtigsten:

Nicole (Das 5. Gebot)

Du sollst nicht töten.

Carmen (Hinführung zum 6. Gebot)

Treue war das große Stichwort,
als wir uns über Freundschaft und Ehe unterhalten haben.
Einander treu sein ist aber nicht leicht –
viele Ehen und Partnerschaften zerbrechen;
das macht Angst –
und trotzdem sehnen sich alle Menschen danach,
Treue zu erfahren und treu zu sein.
Im sechsten gebot heißt es:

Sina (Das 6. Gebot)

Du sollst nicht ehebrechen.

Stefan (Hinführung zum 7. Gebot)

Das Eigentum des anderen soll geschützt werden,
zugleich soll allen Menschen in Ost und West, Süd und Nord,
alten und jungen, starken und schwachen Gerechtigkeit widerfahren.
Darum sagt uns Gott im siebten Gebot:

Tim (Das 7. Gebot)

Du sollst nicht stehlen.

Sabrina (Hinführung zum 8. Gebot)

Böse Gerüchte können einen Menschen kaputt machen;
wir sollten viel mehr Gutes übereinander erzählen
und uns gute Worte gönnen.
So heißt es im achten Gebot:

Joachim (Das 8. Gebot)

Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Philipp (Hinführung zum 9. und 10. Gebot)

Gott will, daß wir nicht neidisch sind,
und immer nur nach dem schielen, was der andere mehr und besseres hat.
Wir dürfen uns an dem freuen,
was unser Leben reich macht.
Darum sagt er uns im neunten und zehnten Gebot:

Barbara (Das 9. Gebot)

Du sollst dich nicht lassen gelüsten deines Nächsten Hauses.

Simone F. (Das 10. Gebot)

Du sollst dich nicht lassen gelüsten deines Nächsten Weibes,
noch seines Knechts, noch seiner Magd,
noch seines Ochsen, noch seines Esels,
noch alles, was dein Nächster hat.

Pfarrer (Überleitung zum Doppelgebot der Liebe)

Alle diese zehn Gebote sind zusammengefaßt im Doppelgebot der Liebe:

Carmen (Das Doppelgebot der Liebe)

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben
von ganzem Herzen,
von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Lied EG 320,1.3.4.5.8
Predigt

Liebe Konfirmandin, liebe Konfirmand,
uff, endlich geschafft –
nein, nicht nur Euer Katechismussprechen,
auch dieses Konfirmandenjahr.
Solch eine Konfirmation ist ja auch ein Stückchen Abschiedsfest von dieser gemeinsamen Zeit,
auch von der Konfirmandengruppe.
Daß Ihr auch weiterhin – dank Andy, Daniela und Peter – die Möglichkeit habt,
Euch immer mal wieder zu treffen,
wißt Ich ja mittlerweile;
und manche von Euch machen ja sogar jetzt als Mitarbeiterin in der Kirchengemeinde mit.
Ich möchte Euch an dieser Stelle sagen,
daß dieses gemeinsame Jahr eine interessante Zeit mit Euch war:
manchmal habt Ihr genervt – meistens dann, wenn mein Unterricht entsprechend war;
manchmal seid Ihr zu Hochform aufgelaufen,
und manchmal war’s einfach ok.
Spannend wurde es eigentlich immer dann,
wenn Ihr Eure eigene Sichtweise
und Eure eigenen Fragen eingebracht habt,
auch Eure Frage nach Gott.
Manche von Euch – und mancher Vater und manche Mutter – denkt jetzt natürlich auch,
da brauchen wir uns nichts vormachen:
genug "Hei hunte",
es ist auch recht, daß es mal wieder ein Ende hat,
schließlich gibt‘s auch noch anderes als "Konfis".
Das wäre für mich ziemlich verständlich;
denn das, was wir heute und diesem Jahr zusammen machen,
ist ja ziemlich ungewöhnlich und noch dazu unmodern, unzeitgemäß:
Nach Gott zu fragen,
sich zu fragen, woher mein Leben seinen letzten Wert und einen letzten Sinn erhält,
zu fragen, woran ich mich orientiere –
nein, das ist nichts Selbstverständliches.
Und wenn,
dann tut sucht man all das dort,
wo es zum Sonderangebots-Preis zu haben ist:
ohne Verpflichtungen,
ohne lange Zöpfe, Traditionen genannt,
Religion als Freizeit-Beschäftigung, die mit dem richtige Leben nicht viel zu tun hat,
außer daß sie das Wohlbefinden steigert.
Liebe Gemeinde,
etliche von Ihnen sind noch mit einer ganz anderen Frage aufgewachsen,
die heute nur noch ein paar Verrückte stellen:
"Wie komme ich in den Himmel?"
Klar:
per Columbia, Mir oder eine Apollo-Mission,
könntet Ihr witzeln.
"Wie komme ich in den Himmel?"
Klar, daß damit nicht der "space", der Weltraum,
sondern der "heaven", der Himmel, eigentlich: Gott selbst, gemeint ist.
Und laß Dir nichts vor machen:
Daß ist und bleibt die entscheidende Frage in einem Leben –
wie komme ich zu Gott,
wie komme ich mit ihm klar.
Anders gesagt – und vielleicht etwas altmodisch ausgedrückt:
"Wie komme ich in den Himmel?"
* Du wirst heute Geld oder einige schöne Geschenke bekommen,
die Dich hoffentlich ein bißchen stolz und nicht wenig glücklich machen!
Aber
laß Dir um Gottes Willen von uns Erwachsenen nicht einreden,
daß das das Leben sei!
* Du spürst die Schmetterlinge im Buch, wenn Dich dieser Junge aus der Zehnten anguckt;
oder Du wirst irgendwann spüren, wie schön diese Gefühle sind:
dann kostet das hoffentlich nicht nur Herzblut und die eine oder andere schlechtere Note in der Schule,
sondern macht Dich auch glücklich!
Aber
laß Dir um Gottes Willen nicht einreden,
daß das zum Leben genügt, jemanden zu lieben oder schöne Gefühle für jemanden zu haben!
* Du wirst irgendwann hoffentlich merken,
wie gut es tut, sich anzustrengen,
ein Ziel zu verfolgen, um eine Arbeitsstelle zu finden,
einen Abschluß hinzukriegen,
irgendwann vielleicht sogar Karriere zu machen.
Streng Dich an,
verfolge Deine Ziele!
Aber
laß Dir um Gottes Willen nicht einreden,
daß das Entscheidende im Leben ist.
Das Entscheidende ist nämlich nicht der Wohlstand, das Liebesglück oder die Karriere,
das Entscheidende ist die Antwort auf die Frage:
"Wie komme ich in den Himmel?"
"Wie komme ich in den Himmel?" –
Logisch: da muß man nach oben,
nach oben kommt man auf einer Leiter,
zum Beispiel auf Leitern, wie sie hier drüben stehen.
* Manche von Euch sind in die Kirchturmspitze gekrabbselt,
das letzte Stück geht nur per Leiter.
* Der Jo kennt sich mit Feuerwehrleitern aus
* und manch einer träumt von der Karriereleiter.
* Und dann ist man schon froh,
wenn man die Haushaltsleiter zur Hand hat ¼
* Manchmal wäre eine Strickleiter ganz geschickt,
* und in manchen Teilen unserer Republik dienen Leitern zur meist nächtlichen Anbahnung von romantischen Liebeleien.
Per Leiter kommt man nach oben –
per Leiter geht es natürlich auch in den Himmel,
so wie auf unseren Gottesdienstblättern;
"stairway to heaven",
Treppe, Leiter in den Himmel.
In der Bibel gibt es dazu eine Geschichte.
Da haut sich Jakob auf einer seiner Wanderungen unter freiem Himmel auf’s Ohr;
und nachts träumt ihm von einer Leiter,
die bis in den Himmel reicht.
"Und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder.
Und der HERR stand oben darauf und sprach:
Ich bin der HERR, dein Gott; Ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst. ¼ "
Das war der wichtigste Traum seines Leben!
Weil der ihm gezeigt hatte:
Gott und Mensch – die sind nicht unendlich weit auseinander wie Himmel und Erde;
da gibt’s eine Verbindung –
Gott steigt runter,
wir kommen rauf zu ihm.
Im Konfis haben wir miteinander gelernt,
daß wir als Christinnen und Christen diese Verbindungsleiter Jesus Christus nennen.
In diesem Menschen kommt Dir Gott ganz nah –
auch heute noch,
wenn wir glauben,
wenn wir Jesus nachfolgen,
wenn wir spüren, daß Gott uns liebt.
Mit Jesus Christus kommt man in den Himmel:
das heißt nicht nur:
Gott verspricht dir, daß das Leben auf dieser Welt nicht alles ist,
daß es da noch eine andere Welt gibt,
in der das Leid und der Tod und die Ungerechtigkeit ausgemerzt sind;
mit Jesus in den Himmel,
das heißt auch:
daß man festeren Stand auf der Erde hat.
Ihr wollt doch schließlich jetzt und hier leben
und Eure Zukunft angehen!
Tut das –
und erinnert Euch daran,
daß es diese Leiter gibt,
diese Verbindung zu Gott,
Jesus Christus,
der Euch helfen wird, das Leben zu finden.
Klar, so eine Leiter ist keine Rolltreppe.
Rolltreppen gehen wir dauernd –
auf einer Leiter stehen wir heutzutage seltener als auf einer dieser bequemen Beförderungsmittel in den Kaufhäusern und Fußgängerzonen.
Nein,
man muß schon selber gehen, wenn man leben will;
das Leben ist keine Rolltreppe,
die einen automatisch und mühelos nach oben bringt.
Und für den Glauben, für das Leben mit Gott gilt das gleich zweimal.
Das ist nur was für Leute,
die ein bißchen schwindelfrei sind und mutig –
das ist für eine Leiter nämlich auch nötig.
Mein Freund aus der Neunten frotzelt mich immer mit seiner Meisterleistung, seit der Konfirmation nicht mehr in der Kirche gewesen zu sein:
so sehr spektakulär ist das wirklich nicht,
da können noch ein paar andere mithalten ¼
Viel mutiger ist es,
sich Gott auszusetzen:
denn der könnte ja was mit einem machen,
der könnte ja was von einem wollen,
der könnte ja wirklich zu einem reden –
und dann?
Naja,
bequemer und sicherer ist es, auf dem Boden zu bleiben und die Leiter nur von unten anzugucken.
Man wird dann allerdings auch nie den Ausblick oben genießen können.
Liebe Konfirmandin, lieber Konfirmand,
auf einer Leiter ist man normalerweise allein;
wenn man Glück hat, hält sie unten einer fest,
aber letztlich ist man da doch auf sich gestellt.
Es gibt Fragen,
die muß man ganz persönlich für sich ausmachen und beantworten;
immer wieder im Leben,
immer wieder neu.
Die Frage nach Gott,
die Frage nach dem Glauben an Jesus Christus,
die Frage, was wirklich wichtig ist im Leben,
gehört dazu.
SCHLUSS

Karriereleiter, Feuerwehrleiter, Haushaltsleiter, Strickleiter –
was wirklich wichtig ist, ist die Himmelsleiter.
"Wie komme ich in den Himmel?" –
Der Glaube, daß Du Gott wichtig bist
er Dich liebt,
er Dir in Jesus Christus gezeigt hat, wie wertvoll Du ihm bist –
das kann Dich tragen
und Deinem leben Sinn geben.
Dann bist Du im Himmel –
mitten in dieser Welt, mitten im Leben.
Amen.

Lied EG 346,1+3 Such, wer da will, ein ander Ziel
Verpflichtung der KonfirmandInnen

Auf einer Leiter steht man normalerweise allein,
als Einzelne, als Einzelner.
Ich frage Euch als Konfirmanengruppe,
ob Ihr das Ja annehmen wollt,
das Gott damals bei Eurer Taufe zu Euch gesprochen hat.
Eigentlich gilt diese Frage natürlich jeder und jedem einzelnen von Euch.
Ich frage Euch nicht aus Zeitspargründen gemeinsam;
ich denke, daß Eure gemeinsam Antwort ganz Unterschiedliches ausdrückt:
* die eine sagt es mit Überzeugung und freut sich, daß Gott ihr gut ist;
* der andere sagt es etwas zaghaft und spürt, daß er an der Frage nach den Glauben dran bleiben will;
* der dritte ahnt, daß seine Zeit noch kommen wird, wenn er sich an dieses Ja-Wort zurückerinnern wird.
Wir wissen miteinander,
daß Euer Ja ganz Unterschiedliches bedeutet;
und Ihr dürft das jetzt auch mit ganz unterschiedlichem Tonfall sagen.
So frage ich euch:
Wollt ihr im Glauben annehmen,
was euch der Herr in der Taufe geschenkt hat?
Dann sprecht dazu euer Ja!

KonfirmandInnen:

Ja, Gott helfe uns. Amen.
Gott gebe Euch die Kraft,
diese Ja immer wieder mit fröhlichem Tonfall auszusprechen!

Verpflichtung des Täuflings

Dich,
lieber NN,
frage ich dann doch als einzelnen;
denn bei Dir ist die Frage nicht,
ob Du jenes Ja aus der Kindertaufe übernehmen willst;
bei Dir ist die Frage, ob Du Dich jetzt taufen lassen willst.
Deine Eltern haben Dich mit dem Glauben bekannt gemacht,
Du hast Dich selbst und auch jetzt während deines Konfirmandenjahres damit beschäftigt.
So frage ich dich, NN:
Willst du auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft werden
und mit uns Gemeinschaft halten an Gottes Wort und Sakrament?
So antworte: "Ja, ich will."
Stefan Habisreitinger:

Gott gebe Dir die Kraft,
dieses Ja mit deinem Leben zu bezeugen
und Jesus Christus immer ein aufrichtiges Ja geben zu können.

Gebet

Wir beten mit unseren Konfirmandinnen und Konfirmanden und unserem Täufling:
Herr, du erforschest mich und kennest mich.
Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es;
du verstehst meine Gedanken von ferne.
Ich gehe oder liege, so bist du um mich
und siehst alle meine Wege.
Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz.
Sieh, ob ich auf bösem Wege bin,
und leite mich auf ewigem Wege.
Amen.

Trompetenmusik
Taufe

Taufwasser – Taufe – Taufkerze

Einsegnung/Denksprüche

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,
auf einer Leiter ist man normalerweise allein;
auch Gottes Segen gilt jeder und jedem einzelnen von Euch ganz persönlich.
Wir haben ja das Leben nie nur in der eigenen Hand,
wir brauchen die Verbindung nach oben.
Gott kommt runter und ist Dir gut!
"Ich bin der HERR, dein Gott;
Ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst",
so hat Gott das dem Jakob am Fuße der Himmelsleiter gesagt,
so sagt er es auch Dir in diesem Gottesdienst.
So tretet nun vor den Altar und empfangt Gottes Segen!
(die KonfirmandInnen werden einzeln eingesegnet;
der Segen nimmt Formulierungen und Themen aus dem Denkspruch auf)

Grußwort (Kirchengemeinderat)
Lied EG 200,4 "Mein treuer Gott"
Schlußwort

"Wie komme ich in den Himmel?"
Per Leiter natürlich –
erhaltet Euch diese Verbindung nach oben,
freut Euch am dieser Verbindung nach oben!

Fürbittengebet / Vaterunser

Einleitung (Behrend)

Guter Gott,
wir danken dir,
daß du uns begleitet hast und begleitest:
in diesem Konfirmandenjahr,
in diesem Gottesdienst;
geh mit uns durch diesen Tag,
geh mit uns durch dieses Leben!

Konfirmand
Vater
Mitarbeiterin
Überleitung (Behrend)

Gemeinsam beten wir zu Dir mit den Worten Jesu:
Vater unser, ¼

Lied EG 564,1-3 Segne uns, o Herr
Abkündigungen
Segen und gesungenes Amen
Nachspiel und Auszug



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