"Doppelt hält besser? -
Randbemerkung
zur
Einsegnungs-Praxis

(veröffentlicht in "Für Arbeit un Besinnung" 6/1999,225)
 
 
Nun stehen sie wieder an, unsere Konfirmationen, landläufig auf einen (für mich: den) zentralen Punkt verweisend auch noch "Einsegnung" genannt. "Gottes Zusage gilt jedem einzelnen", so oder so ähnlich wird dieser Teil der gottesdienstlichen Feier dann oftmals eingeleitet. Was daraufhin allerdings geschieht ist durchaus erstaunlich, sieht man doch Pärchen nach vorn kommen, sich niederknien und unfreiwillig zum Vergleich der jeweiligen Kleidung, Körpergröße und sonstiger Marginalien einladend. Es hat mir nie eingeleuchtet, wozu das gut sein soll. Deshalb folge ich seit Jahren dem Naheliegenden, bitte die Konfirmandinnen und Konfirmanden einzeln nach vorn und spreche Ihnen den Segen einzeln auf den Kopf zu, formuliert in Anlehnung an den jeweiligen Denkspruch. Sollten wir nicht alle ...
 
PS Das Argument, das dauere zu lange ist a) theologisch indiskutabel und b) nicht zutreffend. Die von mir vorbereiteten Konfirmations-Gottesdienste dauern bei 23 Konfirmandinnen und Konfirmanden genau 90 Minuten, inklusive Chor, Katechismus-Sprechen, Predigt, Taufe und natürlich Einzeleinsegnung; wer will kann die Vorlagen unter http://goenningen.home.pages.de (THEMEN) nachlesen.



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