Gemeindebegegnung
Evangelische
Kirchengemeinde
Gönningen
St. Luke
Lutheran Church
Ann Arbor
"What´s up ? - Was geht ?"
Jugendbegegnung Gönningen/Ann Arbor 2001

 

 
Zu einem geflügelten Wort wurden diese beiden Ausdrücke bei dem deutsch-amerikanischen Jugendaustausch der Evangelischen Kirchengemeinde Gönningen mit ihrer amerikanischen Partnergemeinde St. Luke Lutheran Church in Ann Arbor.
Zwölf junge Leute machten sich zusammen mit Diakon Andreas Kopp auf, um vom 26.Mai bis 6. Juni die St. Luke's Gemeinde in Ann Arbor nahe Detroits zu besuchen, die Partnergemeinde der Gönninger Evangelischen. Ihr Ziel war es, mit Jugendlichen gemeinsam ihre Erfahrungen in Sachen Glauben auszutauschen.
"What´s up ? - Was geht?" waren keine seltenen Worte. Neben vielen Attraktionen, wie der Besuch eines großen Vergnügungsparkes mit typischen Achterbahnen oder der große Lake Michigan, stand vor allem die eine Frage im Vordergrund: "Wie leben amerikanische Jugendliche ihren Glauben? Was ist in ihrer Kirche anders als bei uns?" So gab es oftmals die Möglichkeit darüber miteinander zu sprechen. Sei es bei dem gemütlichen Lagerfeuer mit Marshmellows und Coke, bei dem die amerikanischen Jugendlichen von ihren Schwierigkeiten und Erlebnissen mit Gott berichteten oder bei einem Sing- und Gebetsabend, bei dem zum Schluß Segens-Wünsche zugesagt und miteinander gebetet wurde.
Die wirklichen Highlights lagen jenseits des touristischen Programmes: die lebendigen Gottesdienste in der Partnergemeinde, der Besuch eines Gottesdienstes mit Gospelmusik in einer Gemeinden von farbigen Christinnen und Christen, der die Gruppe sehr beeindruckte; beeindruckend deswegen, weil sie so herzlich und begeisternd dort empfangen wurde. Noch lange im Gedächtnis bleiben wird die Begegnung mit einer kleinen Kirche in Detroit: "Peacemakers international". Der Auftrag dieser "Friedensstifter" ist, für die Menschen, die in einer großen "Unruhe" mit sich selbst zu kämpfen haben, sei es durch Drogenmißbrauch, Obdachlosigkeit oder Prostitution tatkräftig zu helfen. Die Gönninger Christinnen und Christen haben sie einen ganzen Tag lang unterstützt, ihnen geholfen die Räume für die Obdachlosen zu säubern und ihre eigenen Räume auf Vordermann zu bringen. "Wir konnten ihnen helfen, damit sie anderen helfen können, und das, obwohl wir aus einem anderen Land waren. So arbeiteten wir zusammen mit verschiedenen Typen, ehemalige Alkoholiker oder Drogenabhängige oder Kriminelle, die durch diese Kirche und wie selbst sagten: durch Gott selbst, echten Frieden erleben", berichtet einer der Reisenden.
Daß es am Ende der gemeinsamen Zeit beim Abschied einige Tränen gab, das versteht sich von alleine. Nicht allein, weil es eine aufregende Zeit war, sondern weil die Gönninger echte Freunde dort gefunden haben, Freunde, bei denen die Jugendlichen nach eigenem Bekunden gemerkt haben: "Es gibt wohl Unterschiede in manchen Formen des Glaubens, aber letzten Endes, ist der Glaube hüben wie drüben derselbe. Und dieser Glaube hat uns miteinander verbunden und gestärkt. So freuen wir uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr mit unseren amerikanischen Freunden hier bei uns in Gönningen."
Es war im Rahmen der Partnerschaft bereits die dritte Reise über den Atlantik für eine Gemeindegruppe: Seit 1996 hatte sich der Kontakt über die Internet-Seite der Gönninger Evangelischen www.goenningen.home.pages.de aufgebaut; nach einzelnen persönlichen Kontakten reise 1999 eine Gruppe aus dem Schwäbische nach Michigan; im vergangenen Jahr erfolgte ein erster Gegenbesuch aus der lutherischen Gemeinde im Norden der USA, die etwa 1600 Gemeindeglieder und sonntags etwa 1000 Gottesdienstteilnehmer zählt.